Buddhas Forschungsfragen

Eines der Mittel, die uns der Buddha lehrt, die falschen Vorstellungen von einem Selbst zu durchschauen, ist den Menschen in die fünf Aggregate (khanda) zu unterteilen. Er ermutigt uns, unser Erleben zu untersuchen, um zu sehen, wie die Vorstellung von einem Selbst immer auf einer Identifikation mit einem oder mehreren dieser selbstlosen Aggregate basiert.

Hier ein einfaches Beispiel ihrer Eigenschaften bei einem Hörerlebnis eines Geräusches. Es verhält sich wie folgt:

  • Die körperliche Basis des Hörens: – Aggregat der Form/Körperlichkeit
  • Gewahrsein des gegenwärtigen Geräuschs: – Aggregat des Bewusstseins
  • Wiedererkennen des Geräusches, Interpretation seiner Bedeutung: – Aggregat der Wahrnehmung
  • Angenehmes, unangenehmes oder neutrales Gefühl, das mit dem Aufkommen von Gehörtem entsteht: Aggregat des Gefühls
  • Gedanken, Emotionen, Absichten, Wünsche, die in Abhängigkeit des Geräuschs entstehen: – Aggregat der mentalen Formationen.

Ajahn Jayasāro

Artwork by Shitou 石头