
Als ich zum ersten Mal in Wat Pa Pong ankam, verbrachte Ajahn Chah gewöhnlich eine Woche in einem kleinen Zweigkloster am Ufer des Flusses Moon. Im Dezember 1980 wurde ich als einer seiner Begleiter für diesen jährlichen Besuch ausgewählt. Es war eine sehr glückliche Zeit für mich. Eines Tages, als ich mit ihm den Weg am Flussufer entlang ging, schwärmte ich von der Schönheit des Klosters und wie sehr ich diesen Ort mochte. Ajahn Chah sah mich an und sagte: „Ja, alles ist gut, nur eines ist noch nicht gut hier.“ Ich fragte ihn, was das sei. Er sagte: „Du“.
Am nächsten Tag kam ich zum Dhamma Tempel und sah, wie Ajahn Chah und die anderen Mönche in ihre Fahrzeuge stiegen, um zum Wat Pa Pong zurückzukehren. Ich bat um fünf Minuten, um zurückzugehen und meine Sachen aus meinem Kuti zu holen. Ajahn Chah sagte, das sei nicht nötig, ich würde nicht mit ihm zurückkehren. Er wolle, dass ich in diesem Kloster bleibe und mich um den Abt kümmere. Mir war klar, dass ich nicht fragen sollte, für wie lange. Ehe ich mich versah, waren die Autos weggefahren und ich war allein mit einem alten Mönch, der unter den Schülern von Ajahn Chah für seine schroffe und wenig inspirierende Art berüchtigt war.
Mein Aufenthalt in diesem Kloster dauerte sechs Monate. Zweimal im Monat, an den Uposatha-Tagen, ging ich zu Fuß zurück zum Wat Pa Pong. Wenn ich kurz nach Mittag ankam, war meine Robe schweißgetränkt. Ich hängte sie zum Trocknen auf, nahm ein Bad und ging dann zu Ajahn Chahs Kuti, wo ich um Erlaubnis bat, ihm die Füße massieren zu dürfen. In diesem Jahr lernte ich, nichts für selbstverständlich zu nehmen, mich an die Umstände anzupassen und mich gewissenhaft darum zu bemühen, ein guter Mönch zu werden.
Ajahn Jayasāro
25/2/25
