
Es war im Sommer 1976. Ich war achtzehn und arbeitete als Bahrenträger für eine private Krankenwagenfirma in Teheran: Auf dem Rücksitz unseres Fahrzeugs lagen zwei Leichen, die Särge waren nicht festgezurrt. Mein Freund Mahmood, der Besitzer und Fahrer des Unternehmens, rauchte unseren Joint zu Ende und schaltete die Sirene ein. Wir rasten mit hoher Geschwindigkeit aus der Stadt heraus, schlitterten durch lange Autoschlangen und über Bürgersteige, während die Särge auf dem Fahrzeugboden hin und her rutschten. Wir lachten, bis uns die Tränen kamen. Wir waren beide, auf unterschiedliche Weise, unglückliche junge Männer.
Wenn ich jetzt auf diese und andere Eskapaden zurückblicke, erinnere ich mich deutlich an den überwältigenden Wunsch, etwas zu tun, nicht obwohl es falsch war, sondern weil es falsch war. Nicht obwohl es dumm war, sondern weil es dumm war. Ich erinnere mich an den Wunsch, etwas zu zerstören, an die Freude an grenzenloser Rücksichtslosigkeit.
Inzwischen berate ich unglückliche junge Männer. Meine Geschichte hilft mir dabei, denke ich. Doch heute folge ich dem Weg des Buddha. Ich gehe der Sache auf den Grund: „Was genau ist dieses Leiden?“ „Was sind die Begierden, die sich dahinter verbergen? Bist du bereit, diese Begierden aufzugeben?“
Ajahn Jayasāro
6/5/25
