Schaut mit der staunenden Neugier eines Kindes

In der Dhamma-Praxis üben wir, wie wir aus Erfahrungen lernen können.
Die Allgegenwart der Vergänglichkeit, 
die konstante Unbeständigkeit der Phänomene,
das essenzlose Fließen ohne Besitzer oder Bedarf an einem solchen:
Diese Worte sind keine tiefgründigen philosophischen Konzepte, über die man nachdenken muss. Sie sind nur unzureichende Versuche, unsere Aufmerksamkeit auf die Natur der Dinge zu lenken, so wie sie sind, immer waren und immer sein werden.
Worte sind weniger Finger, die auf den Mond zeigen, als vielmehr flache Nasen, die auf den schlecht beleuchteten Raum zeigen, in dem wir stehen.
Was können wir also tun?
Macht das Licht an. Dämpft den inneren Geräuschpegel. Schaut mit der staunenden Neugier eines Kindes, das zum ersten Mal einen Zoo besucht. Genießt diese Gelegenheit, ein Zuhörer, ein Lernender, das Wissen zu sein.

Ajahn Jayasāro
27/12/25