
Die zehn Pāramīs sind die Tugenden, die zur spirituellen Reife beitragen. Indem wir sie praktizieren können wir erst wirklich von der Anwendung der Meditationstechniken profitieren. Sie bieten eine gute Checkliste für Dhamma-Praktizierende, die nach einer Möglichkeit suchen, ihren Fortschritt zu messen. Indem wir uns fragen, inwieweit jede Tugend in uns vorhanden ist, können wir sowohl erbauliche Freude erfahren als auch erkennen, wo wir noch Arbeit vor uns haben.
Die zehn Pāramīs lauten wie folgt:
Dāna – geben, teilen, anderen helfen, den Geist von Selbstsucht und Besitzgier reinigen.
Sīla – unser Handeln und unsere Sprache so schulen, dass wir weder uns selbst noch anderen körperlich oder geistig Schaden zufügen.
Nekkhamma – sich regelmäßig aus der sinnlichen Welt zurückziehen, um Zugang zu nicht-sinnlichem Glück zu erlangen.
Paññā – denken und reflektieren, um die unheilsamen Eigenschaften in unserem Geist zu verringern, die heilsamen zu stärken und Einsicht in die Wirklichkeit zu gewinnen.
Viriyā – sich bemühen, das Entstehen unheilsamer Eigenschaften im Geist zu verhindern und bereits entstandene aufzugeben; heilsame Eigenschaften im Geist verankern und bereits entstandene weiter kultivieren.
Khanti – der mächtigste Verbrenner von Geistestrübungen, Frieden finden in der Koexistenz mit dem Unangenehmen. Mach dir khanti zur zweiten Natur, bis du vergisst, dass das andere überhaupt da ist.
Sacca – Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, sowohl dir selbst als auch anderen gegenüber.
Adhiṭṭhāna – sich erreichbare Zwischenziele setzen und diese verwirklichen; seine Versprechen halten.
Mettā – allen ein guter Freund sein, ohne Ausnahme.
Upekkhā – Gleichmut, ruhiges Gleichgewicht des Geistes, der Kiel deines kleinen Bootes, das durch unruhige See segelt.
Ajahn Jayasāro
7/7/26
