Einmal machte sich ein Brahmane auf, den Buddha zu sehen. Dort angekommen, beschimpfte und beleidigte er den Buddha mit üblen, unhöflichen Worten. Als der Brahmane mit seiner Hasstirade zu Ende war, fragte ihn der Buddha, ob er denn jemals Freunde oder Verwandte als Gäste bei sich zu Hause hatte. Dieser antwortete, dass dies nicht unüblich sei. Der Buddha fragte ihn dann, ob er je Essensspeisen für seine Gäste zubereitet habe, worauf der Brahmane bejahte. Daraufhin fragte ihn der Buddha:
„Wenn sie aber, Brahmane, die Speisen nicht annehmen, auf wen fallen die Speisen dann zurück?“
„Wenn sie das, Herr Gotama, nicht annehmen, fällt es auf mich zurück.“
„Ganz ebenso, Brahmane, wenn du mich, der andere nicht beleidigt, beleidigst – mich, der nicht schilt, schilst – mich, der nicht schimpft, beschimpfst – und ich nehme die Beleidigung, die Schelte, die Beschimpfung, von dir nicht an, dann fällt es auf dich zurück, Brahmane! – es fällt auf dich zurück, Brahmane!“
Wir können es nicht verhindern, dass Leute uns Beschimpfungen und Beleidigungen servieren. Indem wir aber ruhig bleiben und uns nicht in ihren Hass und Ärger mit hineinziehen lassen, oder ihre Beschimpfungen erwidern, können wir uns jedoch weigern, diese anzunehmen.
Ajahn Jayasāro
