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Reality as Refuge/Glauben im Glaubenswandel

Wandel, über den wir keine Kontrolle haben, macht uns Angst. Für gewöhnlich reagieren wir darauf mit der Suche nach etwas nicht wandelbarem. Dogmen, wie wir sie in heiligen Schriften festgehalten finden, scheinen dies zu bieten. In Zeiten rasenden und Besorgnis erregenden Wandels sehen wir fundamentalistische Religionen auf dem Vormarsch. Aberglaube und Vorurteile infizieren Menschen wie ein Virus.

Im Buddhismus aber betrachten wir das Gefühl der Unsicherheit, ohne dabei zu versuchen, es durch Glaubensansichten zu unterdrücken. Untersuchen wir unser Leben mit einem durch Meditation gestillten Geist, können wir erkennen, dass kein festgegebenes »Ich« existiert, das da einer bedrohlichen, wandelbaren Welt gegenüber steht. Unser Körper und Geist verändern sich von Moment zu Moment gemäß Ursachen und Bedingungen, von denen wir manche beeinflussen können, und andere nicht. Je mehr wir innere und äußerliche Wandelbarkeit verstehen, desto mehr werden sich unsere Ängste auflösen. Wir finden unsere Zuflucht nicht in Glaubensansichten, sondern in der Beobachtung der Art und Weise, wie die Dinge sind.

Ajahn Jayasāro

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