Ein wesentlicher Teil unseres Geistestrainings besteht darin, Erinnerungen und Vorstellungen loszulassen und immer wieder zu unserem Meditationsobjekt zurückzukehren.
Aber wie genau lassen wir das Festhalten an solchen mentalen Ablenkungen los? Denn sollten wir sie einfach schroff beiseite fegen und den Geist zurück auf das Objekt zwingen, bleiben wir oftmals mit einem Gefühl unerledigter Angelegenheiten zurück. Nicht lange und der Geist ist wieder zu den ablenkenden Gedanken zurückgeeilt.
Sobald sich der Geist der gedanklichen Ablenkung bewusst wird, besteht eine effektivere Strategie darin, sie einfach für einen Moment – ohne Abneigung – in vollem Gewahrsein zu halten. Dabei können wir sie als bloße Gedanken erkennen, und sie dann mit ganzem Herzen und ohne Reue loszulassen.
Erinnere dich daran, dass, egal wie faszinierend und unterhaltsam ein Gedanke auch sein mag, er dich letztendlich nur wieder in eine Sackgasse führt.
Kein vergänglicher Gedanke vermag es jemals, dich an dein wahres Ziel zu bringen: zur völligen Befreiung.
Ajahn Jayasāro
