Well-educated sufferers / Ich denke, also bin ich(’s)(?)

Gebildete Meditierende tun sich besonders schwer damit, die Anhaftungen an ihre Gedanken loszulassen. Der Versuch dies zu tun, bringt in ihnen Ängste und Widerstände auf. Es fühlt sich für sie an, als ob sie einen grundlegenden Teil ihrer selbst aufgeben würden.

Eine einfache Übung diese Anhaftung zu reduzieren ist sich selbst eine Frage zu stellen. Ist es denn mit irgendeiner Gewissheit möglich vorauszusagen, welche Gedanken genau heute in einem Jahr in unserem Geist aufkommen werden? Oder in einem Monat? Einer Woche? Einem Tag? Einer Stunde? Einer Minute? Oder in den nächsten paar Sekunden?

Verfügen wir über so wenig Kontrolle und Möglichkeiten, den Inhalt unserer Gedanken voraus zu bestimmen, wieviel Sinn macht es dann, Gedanken als einen grundlegenden Bestandteil zu betrachten, von dem wer wir sind.

Ajahn Jayasāro