Als Meditierende sollten wir uns immer vor unserem Stolz in Acht nehmen. Aber manchmal gehen wir auch zu weit. Wir glauben, indem wir die Gutheit in uns selbst herunter spielen, würden wir uns in Bescheidenheit üben. Diese Art von Bescheidenheit aber lehrte der Buddha nicht.
Er lehrte, dass wir uns selbst beobachten müssen und lernen sollten, an unseren guten Absichten und heilsamen Handlungen Freude zu gewinnen. Das Erlernen, wie wir uns an entstandener Gutheit in uns erfreuen können, ist wie sie mit Wasser zu gießen; sie wird wachsen und wachsen.
Bescheidenheit liegt auch darin, uns der Dankesschuld gegenüber dem Buddha und seinen Schüler zu erinnern. Ohne ihr Vorbild und ihre Anleitung, würden diese schönen Zustände niemals in unserem Herzen Heimat finden.
Des Weiteren sollten wir uns auch daran erinnern, dass diese Gutheit nicht uns gehört. Es ist das Resultat der Praxis. Sie wird nur dann weiter wachsen und blühen, solange wir weiterhin mit Weisheit nach ihr schauen.
Ajahn Jayasāro

