Endlich hat es etwas geregnet in meiner Einsiedelei. Die Bäume scheinen dafür so dankbar zu sein! Innerhalb nur weniger Tage ist der ganze müde braune Waldboden mit sattem Grün bedeckt. Traurig kahle Äste sind nun in volles Blätterkleid gehüllt und lassen die Fleckchen kühlenden Schattens täglich größer werden. Erstaunlich ist es für mich, wie doch diese Blätter, von denen ein einzelnes so spärlich dünn ist, zusammengenommen einen so großartigen Schutz vor der sengenden Sommerhitze bieten.
Unsere Herzen brauchen den Dhamma. Wenn wir uns mit Einsatz um die Qualität unserer Handlungen und Worte bemühen, und wir eine ständige innere Wachsamkeit kultivieren, ist es, als ob in uns ein tiefer Durst gestillt würde. Jede gute, großherzige, weise Handlung, die wir mit Körper, Sprache oder Geist durchführen, erfrischt uns. Nehmen wir unsere heilsamen Handlungen, von denen jede einzelne ansich womöglich nur eine kleine und spärliche Sache ist, zusammen, kann uns dies ein wunderbares Gefühl von kühlendem Schatten bereitstellen, das wir in mitten einer heißen und bedrückenden Welt so nötig brauchen.
Ajahn Jayasāro
