Prahlsucht/Boasting

Der Buddha lehrt uns, dass das Verlangen anzugeben, zu protzen oder zu prahlen, indem wir versuchen, die Wahrnehmung anderer Leute auf uns zu verbessern oder zu manipulieren, eine geistige Verblendung darstellt. Heutzutage geben die sozialen Medien dieser Prahlsucht einen riesigen Aufschwung. Die Prahlerei nun als »Teilen« zu bezeichnen, macht sie nicht weniger Prahlerei. Genauso macht es sie nicht weniger, nur indem wir einer Angeberei noch einen bescheidenen Kommentar hinterher schieben.

Was zählt ist die Absicht, die Intention. Wenn du das Gefühl hast, ein Foto von dir retuschieren zu müssen, um Hautunreinheiten zu verbergen oder um dünner oder attraktiver auszusehen, musst du dich fragen, warum du dies tun musst. Du musst den Grund dafür untersuchen.

Achtsam zu sein heisst nicht nur, im gegenwärtigen Moment zu sein; es bedeutet auch, zu wissen, ob deine Absichten heilsam oder unheilsam sind, um dann dementsprechende Anstrengungen zu unternehmen, das Unheilsame aufzugeben und das Heilsame zu fördern.

Ajahn Jayasāro