
Das Loslassen von Anhaftungen erscheint uns beängstigend, weil es sich so anfühlt, als ob wir Dinge aufgeben sollen, die uns viel Freude bereiten – oder zumindest mehr Freude als Leid.
Wenn wir die Dinge immer noch auf diese Weise wahrnehmen, kann es keine Entsagung im buddhistischen Sinne geben. Wahre Entsagung kann nur durch klares Sehen erfolgen. Indem wir unseren Geist immer wieder beobachten, sehen wir, dass der Genuss, den wir aus unseren Anhaftungen ziehen, viel geringer ist, als wir dachten, und das Leid viel größer. Wenn wir diese Wahrheit mit einem friedvollen Geist sehen, werfen wir die Anhaftung ohne Bedauern ab.
Ajahn Chā sagte, es sei wie bei einem Fischer, der eine giftige Schlange aus dem Netz holt und sie für einen Aal hält. In dem Moment, in dem er erkennt, was er in der Hand hält, wirft er es so weit weg, wie er kann.
Ajahn Jayasāro
