Geschickte Unzufriedenheit

Der Buddha lehrt uns beides, zufrieden und unzufrieden zu sein. Er lehrt uns, zufrieden zu sein mit der Menge und Qualität unserer materiellen Besitztümer, die uns am besten in der Praxis des Dhamma unterstützen. Wir sollten es nicht erlauben, dass das Anhäufen von Reichtum uns von unserem spirituellen Ziel ablenkt.

Gleichzeitig lehrt uns der Buddha aber auch unzufrieden zu sein mit den tugendhaften, guten Eigenschaften, die wir schon entwickelt haben. Wir sollten nicht vergessen, dass keine von ihnen fest in unserem Herzen fixiert ist, sie können alle abnehmen und wieder verschwinden. Deshalb sollten wir uns unaufhörlich voran arbeiten, um diese rahre Gelegenheit solch eines wertvollen menschlichen Lebens am besten zu nutzen.

Ajahn Jayasāro

Artwork by Shitou 石头哥