Wise about Craving (II): Not all desires are bad/Wissen um Gier (II): Nicht jedes Verlangen ist schlecht

Törichtes Verlangen ist aufzugeben und weises Verlangen ist zu kultivieren, so lehrt uns der Buddha. Weises Verlangen ist das Verlangen, die Leidenschaft, der Enthusiasmus, die Hingabe, welche aus Rechter Ansicht entsteht. Es manifestiert sich in Rechtem Bemühen. Weises Verlangen fokussiert auf die Kultivierung von Gutheit und Tugendkraft in unseren Handlungen durch Körper, Sprache und Geist, sowie dem Entdecken der Wahrheit aller Dinge. Weises Verlangen ist in der Gegenwart verankert. Es zielt darauf ab, die Qualität und Bedeutung unserer Taten zu optimieren, anstatt sich nur darum zu bemühen, die Resultate jener Taten zu geniessen. Es mag wohl mit angenehmen Gefühlen einhergehen, jedoch ist das nicht Ziel des weisen Verlangens. Weises Verlangen gibt dem Geist Energie. Es führt nicht zu Aufgewühltheit, Achtlosigkeit oder Depression. Es führt nicht zu Konflikten in uns selbst oder mit anderen. Törichtes Verlangen führt zum Gefesseltsein und zur Abhängigkeit. Weises Verlangen führt zur Befreiung.

Ajahn Jayasāro