Erkenntnis(er)fragen

Buddhadhamma lädt uns dazu ein, nachzufragen. Alles begann mit den Fragen des Prinzen Siddhattha:
„Warum suche ich, obwohl ich selbst Geburt, Altern, Krankheit, Tod, Leid und Unvollkommenheit unterworfen bin, nach Dingen, die diesen Bedingungen ebenfalls unterworfen sind?
Was wäre, wenn ich, nachdem ich das Leiden erkannt habe, das mit Geburt, Altern, Krankheit, Tod, Leid und Unvollkommenheit einhergeht, das Unvergängliche, Unversehrte, Leidfreie, Reine Was wäre, wenn ich, nachdem ich das Leiden erkannt habe, das mit Geburt, Altern, Krankheit, Tod, Leid und Unvollkommenheit einhergeht, das Unvergängliche, Unversehrte, Leidfreie, Reine, die höchste Befreiung von allen Fesseln, Nibbāna, suchen würde?“
Als Buddhisten lernen wir, uns immer wieder Fragen über unser Leben zu stellen. 
Zum Beispiel:
Wie beeinflussen meine Worte und Taten mein inneres Wohlbefinden?Wie viel Besitz brauche ich wirklich? Wann ist genug, wirklich genug?Macht Selbstbeherrschung das Leben besser, und wenn ja, wie kann ich sie üben?
Welche Vorteile und Risiken haben körperliche und sinnliche Freuden?Welche Geisteszustände helfen mir, gute Entscheidungen zu treffen? Und welche führen zu schlechten Entscheidungen?
Kann ich wirklich schädliche Denkweisen loslassen und hilfreiche, positive Gedanken entwickeln? Wenn ja, wie?
Fang einfach an, mit Fragen wie: „Was könnte ich heute tun, um den Tag ein Stück besser zu machen?“ Und bleib dran.

Ajahn Jayasāro
8/2/25