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Herzensnahrung

Buddhistische Reflexionen von Ajahn Jayasāro

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  • Wenn das Schädliche nützlich erscheint

    Wenn das Schädliche nützlich erscheint

    Die Geschichten von Menschen, die sich im Streben nach Schönheit selbst schaden, haben eine lange Tradition. Quecksilber ist seit Jahrhunderten ein beliebter Inhaltsstoff in Kosmetika. Die Viktorianer schwörten auf Arsenverbindungen, die den gewünschten „kristallklaren Teint“ erzeugten, indem sie die roten Blutkörperchen der Anwender zerstörten. Eine Bleiverbindung, das venezianische Ceruse, war lange Zeit ein Favorit bei…


  • Die Fehlbarkeit des Verstandes

    Die Fehlbarkeit des Verstandes

    Auf dem Höhepunkt von Shakespeares großer Tragödie ist Othello von der Untreue seiner Frau Desdemona überzeugt. Als sie erkennt, dass Othello sie töten will, und ihr klar wird, dass sie ihre Unschuld nicht beweisen kann, wird Desdemona von Entsetzen erfasst und bricht in Tränen aus. Othello deutet ihre Reaktion als Beweis für ihre Schuld. Sein…


  • Ein Geist wie Wasser

    Ein Geist wie Wasser

    Es ist Songkran, das thailändische Neujahrsfest. Wasser spielt bei den Feierlichkeiten eine wichtige Rolle. Die Menschen bewerfen sich auf den Straßen gegenseitig mit Wasser, und in ihren Häusern und Klöstern führen sie das rituelle Waschen der Hände von Älteren und Lehrern durch. Also heute ein bisschen Wasser-Dhamma. Beide Passagen stammen aus einer Lehrrede, die der…


  • Wahre Kriterien

    Wahre Kriterien

    In einer Jātaka-Geschichte beschließt ein wohlhabender, aber leichtgläubiger Mann, all sein Gold in der Klause eines Asketen zu vergraben, den er verehrt.Der Asket ist verdorben. Er gräbt das Gold aus und vergräbt es an einem neuen Ort. Am nächsten Tag nimmt er Abschied von seinem Wohltäter und erklärt, dass es ein Hindernis für Nicht-Anhaften sei,…


  • Die falsche Weisheit nachträglicher Einsicht

    Die falsche Weisheit nachträglicher Einsicht

    Im Nachhinein ist jeder klug. Oder wenn nicht gerade klug, dann zumindest klüger. Zumindest fühlt es sich so an. Plötzlich sehen wir all die Dinge, die wir hätten tun sollen und nicht getan haben, die wir nicht getan haben und hätten tun sollen; all die Dinge, die wir hätten sagen sollen und nicht gesagt haben,…


  • Der König und der Mangobaum

    Der König und der Mangobaum

    In Thailand reifen die Mangos im April. Wenn ich an meine ersten Jahre hier zurückdenke, sind der kühle, süße Geschmack von „Okrong“-Mangos und die schwüle Hitze des heißesten Monats des Jahres untrennbar miteinander verbunden. Heiße Blechdächer, ständig schwitzen – die guten alten Zeiten! Ajahn Chahs Lehren sind voller Verweise auf Mangos. Er erzählte gerne die…


  • Die Motivation für gute Taten

    Die Motivation für gute Taten

    Zyniker schlagen in ihren Äußerungen oft einen überheblichen Ton an, nach dem Motto: „Komm schon, seien wir doch mal ehrlich, was hier wirklich los ist.“ Der niederländische Philosoph Bernard Mandeville aus dem 17. Jahrhundert sagte beispielsweise: „Selbst der bescheidenste Mensch auf Erden muss zugeben, dass der Lohn einer tugendhaften Handlung … in einem gewissen Vergnügen…


  • Einsicht in anatta

    Einsicht in anatta

    Vor vielen Jahren lebte ich in einer kleinen Hütte an der Seite eines dicht bewaldeten Hügels.Eines Tages beschloss ich, den Bach hinaufzusteigen, der in der Nähe donnernd talwärts floss, angeschwollen durch den Sturm des Vortags. Es war kein leichter Aufstieg, und als ich von Fels zu Fels kletterte, rutschte ich aus und fiel. Ich fand…


  • Gleichmut als Praxis in Konfliktsituationen

    Gleichmut als Praxis in Konfliktsituationen

    Wenn wir versuchen, uns auf den Atem zu konzentrieren, werden wir uns all der Faktoren bewusst, die uns daran hindern. Wir lernen, wie wir vermeiden können, dass diese Faktoren entstehen, und wie wir sie loslassen können. Dieses Prinzip gilt auch für andere Bereiche der Praxis. Indem wir zum Beispiel die vierte ethische Regel im Auge…


  • Die historischen Grundlagen des Buddhismus sind nachprüfbar

    Die historischen Grundlagen des Buddhismus sind nachprüfbar

    Vielleicht wurde dir schon einmal die Frage gestellt: Wie sicher kannst du dir sein, dass der Buddha überhaupt existiert hat? Wie sehr kannst du deinen Texten vertrauen? Meine Antwort lautet: Unser Vertrauen ist mehr als gerechtfertigt.Die Pali-Texte der Suttas und des Vinaya weisen eine unglaubliche innere Übereinstimmung und Einheit auf, enthalten dabei aber keinerlei Verweise…


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