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Herzensnahrung

Buddhistische Reflexionen von Ajahn Jayasāro

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  • Der Wunsch ist nicht das Problem

    Der Wunsch ist nicht das Problem

    Meditation beginnt mit dem Wunsch (chanda) zu meditieren. Dieser Wunsch ist kein Problem. Im Gegenteil: Er sollte kultiviert werden; er ist Teil des Pfades. Chanda ist das erste der vier iddhipādas (Grundlagen des Erfolgs). Rechte Anstrengung gründet auf dieser Art von Wunsch.Tatsächlich sagte der Buddha, dass chanda die Wurzel aller heilsamen Kultivierung ist. Die Herausforderung besteht also nicht darin, jeden Wunsch aufzugeben, sondern…


  • Eine Lehre ohne Lehrrede

    Eine Lehre ohne Lehrrede

    Als ich zum ersten Mal in Thailand war, sprach ich kein Thai. Im Kloster war es schwierig, die Sprache zu lernen, da die meisten meiner Mitmönche und Novizen den Isan-Dialekt (im Grunde Laotisch) sprachen. Also gab ich mir Mühe, Isan zu lernen, und machte bald Fortschritte. Eines Tages saß ich als einer der Begleiter bei…


  • Das Ziel erreichen

    Das Ziel erreichen

    Der feste Glaube an die eigene Fähigkeit, ein Ziel zu erreichen, bringt gewisse psychologische Vorteile mit sich. Er bewirkt jedoch nicht, das Ziel für einen zu erreichen. Die Art von magischem Denken, die behauptet, dass dies aufgrund eines mystischen Naturgesetzes geschehen werde, taucht im Laufe der Geschichte immer wieder in verschiedenen Varianten auf. Im Westen…


  • Finde deine Ruhe und verweile darin

    Finde deine Ruhe und verweile darin

    Eines Tages, nachdem ich schon etwa zwanzig Jahre Mönch gewesen war, fragte mich ein Laienanhänger mit einer ungewöhnlichen Gabe, ob es wahr sei, dass ich als Laie eine Zeit lang in einer Höhle im Himalaya gelebt hätte. Ich antwortete, dass das stimme – im Sutlej-Tal nördlich von Simla –, aber dass es nur ein paar…


  • Rezitation als Teil der Praxis

    Rezitation als Teil der Praxis

    Velukaṇṭakī (auch bekannt als Nandamatā) war eine weibliche Laienjüngerin des Buddha. Velukaṇṭakī erreichte die dritte der vier Stufen der Erleuchtung und war bekannt für ihre Meditationskunst und ihre unerschütterliche Gelassenheit. Ein interessantes Detail ihrer täglichen Praxis, das im Anguttara Nikāya offenbart wird, ist, dass sie in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang das Parāyana (eine Sammlung von Suttas,…


  • Die zehn Pāramīs: Eine Checkliste für die Praxis

    Die zehn Pāramīs: Eine Checkliste für die Praxis

    Die zehn Pāramīs sind die Tugenden, die zur spirituellen Reife beitragen. Indem wir sie praktizieren können wir erst wirklich von der Anwendung der Meditationstechniken profitieren. Sie bieten eine gute Checkliste für Dhamma-Praktizierende, die nach einer Möglichkeit suchen, ihren Fortschritt zu messen. Indem wir uns fragen, inwieweit jede Tugend in uns vorhanden ist, können wir sowohl…


  • Jenseits des Juckreizes

    Jenseits des Juckreizes

    In einer frühen Folge von Evrim, der mit Spannung erwarteten Fernsehserie, die zur Zeit des Buddha spielt, ist der Gegenspieler Mohan voller Verachtung. Er besteht gegenüber seiner Gruppe junger Kaufleute darauf, dass die buddhistischen Mönche, die sie überall in Sāvatthī sehen, zwar durchaus inspirierend aussehen mögen, in Wirklichkeit jedoch lediglich öffentlich eine Schau falscher Frömmigkeit veranstalten,…


  • Herzensgüte

    Herzensgüte

    Als ich in der vergangenen Woche wieder einmal durch Indien reiste, nahm ich eines meiner Lieblingsbücher erneut zur Hand: „The Compassionate Life“ von Marc Ian Barasch. Im Kapitel über Altruismus bezieht sich Barasch auf die Soziologin Kristen Renwick Monroe und wie ihre Studie über Menschen, die Juden bei der Flucht vor den Nazis halfen, die…


  • Achtsamkeit beim Sprechen ist nicht einfach 

    Achtsamkeit beim Sprechen ist nicht einfach 

    Achtsamkeit beim Sprechen ist nicht einfach. Der Rat, nachzudenken, bevor man spricht, scheint sich in einem lebendigen Gespräch kaum praktisch umsetzen zu lassen. Wir können jedoch die Fähigkeit entwickeln, Worte schon im Entstehen im Licht unserer Werte wahrzunehmen.Dazu beginnen wir mit dem Einfachen oder zumindest mit dem Einfacheren. Wir alle kennen Situationen, in denen wir…


  • Die Vorteile eines immer gleichen Tagesablaufs

    Die Vorteile eines immer gleichen Tagesablaufs

    Der Tagesablauf in einem Kloster ist bewusst repetitiv. Nach außen hin schafft diese Wiederholung ein beruhigendes Gefühl von Ruhe und Ordnung. Nach innen hin bleibt den Ordensleuten damit viel unnötige „Entscheidungsangst“ erspart. Die Wiederholung verlagert den Fokus weg von der Vorstellung von Zeit als etwas Linearem – einem Pfeil, der in die Zukunft rast –…


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